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Holocaust Gedenken in Dresden

Zum 72. Mal jährt sich am 27. Januar die Befreiung von Auschwitz und seinen Nebenlagern durch die Rote Armee. Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus trafen sich in Dresden an verschiedenen Orten Menschen um an den Holocaust zu erinnern.

So wurde auch für 16:30 an der Gedenktafel am Bahnhof Neustadt aufgerufen. Es fanden sich ca. 40 Menschen dort ein um den Opfern des Nationalsozialismus und dem Holocaust zu gedenken.. Es wurden Redebeiträge vorgelesen, die Deportation und den Mord an den Juden Thematisierte, und betonte, das die aktuellen Generationen sicher nicht schuld daran sein, aber die Aufgabe hätten, das Gedenken am Leben zu halten, und dafür zu sorgen das so etwas nie wieder passieren darf.

An der Gedenktafel am Bahnhof Neustadt werden Blumen Niedergelegt
An der Gedenktafel am Bahnhof Neustadt wurden Blumen Niedergelegt

Anschließend an die Redebeiträge wurden Blumen an der Gedenktafel niedergelegt, und der Davidsstern davor gereinigt.

Der Davidstern unter der Gedenktafel wurde gereinigt
Der Davidstern unter der Gedenktafel wurde gereinigt

Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus im Sächsischen Landtag

Im Sächsischen Landtag wurde an die Holocaust Opfer bereits am frühen Vormittag im Rahmen einer Gedenkstunde erinnert. Dort erklärte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich: „Gedenken und Erinnerung sind wichtig und dürfen nicht aufhören. Das ist unser Auftrag, das ist unsere Verantwortung, die wir als Deutsche in besonderer Weise aus unserer Geschichte auferlegt bekommen. Wir brauchen die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte – nach wie vor.“

Tillich äußerte sich zugleich besorgt über verblassendes historisches  Wissen. „Das Erinnern bekommt Lücken. Diese Lücken schleichen sich auch in Sachsen in unseren Alltag. Am Anfang sind es oft Wissenslücken. Achten wir darauf, dass aus ihnen keine Lücken der Menschlichkeit werden“, forderte er. „Das ist gefährlich. Dem müssen wir entschieden entgegentreten. Wir brauchen die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte – nach wie vor. Wir brauchen in jeder Generation das Wissen um die eigene Geschichte.“

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