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 Benefizkonzert in Chemnitz am 03.09.2018

In Chemnitz haben ca. 65.000 Menschen bei einem Benefizkonzert ein Zeichen gegen Fremdenhass und Gewalt gesetzt. 

Nach den Demonstrations Geschehnissen der letzten Tage in Chemnitz, initiierte die chemnitzer Band Kraftklub ein Benefizkonzert unter dem Motto „wir sind mehr“. Erwartet wurden bis zu 30.000 Menschen. Es kamen ca. 65.000. Auf Grund dessen konnte die Veranstaltung nicht wie geplant am Karl-Marx-Kopf stattfinden, sondern musste auf den Parkplatz bei der Johanniskirche umziehen. 

Bis 65.000 Menschen waren bei dem Konzert in Chemnitz.

Neben Kraftklub traten auch die Künstler: Trettmann, Feine Sahne Fischfilet, K.I.Z., Nura / Marteria und Casper und Die Toten Hosen auf.

Besonders Die Toten Hosen überraschten die Fans mit der musikalischen Unterstützung von Rod Gonzales (von den Ärzten) und Armin Teutoburg-Weiß (von den Beatsteaks). Gemeinsam sagen sie das „Neonazi-Schmählied“ „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten. 

Campino von den Toten Hosen beim Dirigieren.

Bei der Begrüßung sprach unter anderem Rola von „Jugendliche ohne Grenzen“ Den Tränen nahe und überwältig von dem großem Andrang machte sie in ihrer Rede klar, dass Chemnitz nicht nur aus dem „braunem Mop“ besteht So sagte sie: „Es gibt trotzdem Menschen in dieser Stadt, die sich engagieren! Diese Menschen sollte man würdigen.“ Ebenfalls äußerte sie einen Wunsch: „ Ich wünsche mir, dass jeden Tag die Solidarität so ist, wie haute. Nicht nur in Chemnitz, sondern Bundesweit!“ 

Nach der Begrüßung gab es eine Schweigeminute für den getöteten Daniel H. 

Aufgrund seines Mordes entstanden die Demonstrationen in Chemnitz. Während dieser Demonstrationen und angemeldeten Trauermärschen (von „Pro Chemnitz, AFD und Pegida) gab es immer wieder „Hitlergrüße“ zu sehen, Angriffe auf Journalisten und regelrechte Hetzjagdten gegen nicht „deutsch aussehende“ Mitbürger*innen. 

Das Benefizkonzert sollte nicht unwidersprochen bleiben. Unter anderem meldete  das islamfeindliche Bündnis „Thügida“ eine Veranstaltung an. Diese wurde jedoch  aus Platz- und Sicherheitsgründen nicht genehmigt. 

Während des Konzertes kam es jedoch trotzdem zu tumultartigen Szenen und verbalen Auseinandersetzungen am Tatort des Mordes. 

Ebenfalls kam es zu einer Provokation neben dem Konzertplatz, als drei Neonazis eine Reichskriegsflagge auf einen Hochhaus hissten. Die Polizeibeamt*innen setzten die Personen fest.

Die Polizeibeamte entfernen die Reichskriegsflagge vom Hochhaus.

Allgemein reagierte die Polizei an diesem Tag schnell ein und hatte diese Situationen als auch die Absicherung der Veranstaltung sehr gut unter Kontrolle. 

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