Polizei stürmt Kunstaktion

Der Montagabend begann mit zwei Protesten zum Thema „Freedom of Movement“ der Gruppen „Nationalismus raus aus den Köpfen“, „HOPE – fight racism“ und der Mission Lifeline. Diese zogen mit insgesamt bis zu 250 Menschen durch die Dresdner Innenstadt und standen auf der Prager Straße Spalier.

Auf beiden Seiten der Prager Straße standen Menschen mit Mission Lifeline Fahnen. Hier musste PEGIDA wenige Minuten später durchlaufen.

PEGIDA demonstrierte auch diese Woche wieder und zeigte sich sichtlich genervt von der Aktion auf der Prager Straße. Auch umstehende Passant*innen wurden verbal von teilnehmenden Menschen des PEGIDA-Zuges angegangen. Wenige Meter neben dem Protest der Gruppe „Nationalismus raus aus den Köpfen“ wurde, wie schon öfter in der Vergangenheit, Buttersäure verschüttet.

„Noise eats Neutrality“ auf der Brühlschen Terrasse

Am späteren Abend folgte eine Aktion von ca. 200 Studierenden auf der Brühlschen Terrasse unter dem Motto „Noise eats Neutrality/ Noise essen Neutralität auf“. Die Teilnehmer*innen errichteten unter der Leitung zweier Dirigent*innen eine Lärmbarrikade und forderten die Politik auf, nicht weiter zu Schweigen und die CDU im besonderen, nicht in ein Bündnis mit der rechten AfD einzugehen.

200 Studierende trafen sich auf der Brühlschen Terrasse und forderten eine klare Positionierung von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft gegen die AfD, Rassismus und Menschenhass.

Wir fordern eine klare und konsequente Positionierung sämtlicher Dresdner Institutionen und der
gesamten Zivilgesellschaft gegen die AfD, gegen die Angriffe auf Menschenrechte, die
Kunstfreiheit, die Meinungsfreiheit, die Freiheit der Wissenschaften.
“ So das Bündnis.

Die eingesetzten Beamt*innen der sächsischen Polizei nahmen die Nutzung von Sprühkreide zum Anlass die Aktion der Studierenden zu stürmen und einzelne Personen brutal der Menschenmenge zu entreisen. Dabei wurden Schmerzgriffe eingesetzten und Menschen mehrere Meter über den Boden geschliffen. Einige Menschen versuchten sich den Beamt*innen in den Weg zu stellen und errichteten erneut eine Lärmbarrikade.

Unter Schmerzgriffen wurden einzelne Menschen abgeführt.

Ein Mensch wurde dabei verletzt und konnte erst nach langer Diskussion durch anwesende Sanitäter*innen medizinisch versorgt und später in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Mensch wurde in Gewahrsam genommen und gegen zwei wird wegen Widerstand gegen Vollzugsbeamt*innen ermittelt.

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Ein Gedanke zu „Polizei stürmt Kunstaktion

  • 19. Juni 2019 um 9:23
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    Es tut mir zwar leid, aber hier wurden leider wieder Tatsachen verdreht. Ich selbst war einer der Student*innen bei der wirklich gelungenen Veranstaltung auf der Brühlschen Terrasse. Ich stande nah zu dem Herren, welcher die Sprühkreide angebracht hat und war mir selbst nicht sicher, ob es sich nur um Kreide handelt.
    Ich nehme an, dass es den Polizist*innen ebenso ging und sie deshalb den Ausweis des Mannes forderten.
    Was danach geschah hätte mit Sicherheit vermieden werden können, wenn der Ausweis einfach ausgehändigt wurden wäre. Die Sache hätte mit Sicherheit dort einfach geklärt werden können und es wäre alles im Sande verlaufen.
    Ich muss zugeben, dass ich mich auch nicht wohl fühlen würde, wenn mich plötzlich 50 Aktivist*innen bedrängen und an mir zerren und reißen. Im Gegensatz bin ich sehr froh, dass die eingesetzten Polizist*innen hier relativ besonnen reagiert haben und weder Schlagstöcke noch Pfefferspray eingesetzt haben.
    Es war leider sehr schade mit ansehen zu müssen, wie die Solidarisierung der Aktivist*innen von statten lief.
    Die angeblich verletzte Person wurde im übrigen durch die Polizist*innen betreut. Zudem wurde sofort ein Rettungswagen gerufen. Aber selbst die Rettungskräfte wurden von den Aktivist*innen an ihrer Arbeit gehindert. Auch dieser Anblick hat mich ein wenig verstört. Da der verletzte Mann auch direkt nach einer kurzen Behandlung den Rettungswagen wieder verlassen hat drängt sich mir hier die Frage auf, ob da wirklich eine ärztliche Behandlung nötig gewesen ist!?
    Es wäre sehr schön, wenn hier solche Artikel nicht immer nur einseitig geschrieben werden würden.

    Vielen Dank und in diesem Sinne #nope#fckafd#seenotrettungistkeinverbrechen#

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