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Tausende Radfahrer bei Sternfahrt in Hamburg

Das Highlight der Sternfahrt, die überquerung der Köhlbrandbrücke

Das Highlight der Sternfahrt, die überquerung der Köhlbrandbrücke

Tausende Fahrradfahrer haben am Sonntag in Hamburg an einer Sternfahrt durch das gesamte Stadtgebiet teilgenommen. Die Radler wollten neben dem Spaß am Fahren mit der seit 1995 stattfindenden traditionellen Fahrt auch die Straßen und Autobahnen der Stadt symbolisch erobern, wie die Veranstalter im Vorfeld erklärt hatten.

 

Tausende Fahrradfahrer haben am Sonntag in Hamburg an einer Sternfahrt durch das gesamte Stadtgebiet teilgenommen. Die Radler wollten neben dem Spaß am Fahren mit der seit 1995 stattfindenden Fahrt auch die Straßen und Autobahnen der Stadt symbolisch erobern, wie die Veranstalter im Vorfeld erklärt hatten.

Die Radler waren an mehr als 80 Punkten in Stadt und Umland gestartet. Einer der Höhepunkte war die Fahrt über die Köhlbrandbrücke, die zu diesem Zweck für den Autoverkehr gesperrt war. Zielpunkt der Sternfahrt war der Rathausmarkt. Mitgeradelt waren etwa 27.000 Menschen, sagte Uwe Jancke, Vorstand des Vereins Mobil ohne Auto.

Das Highlight der Sternfahrt, die Überquerung der Köhlbrandbrücke

Größere Zwischenfälle habe es keine gegeben, hieß es von den Organisatoren. Lediglich bei der Fahrt über die Elbbrücken habe es einen kleineren Unfall mit einem Mountainbike gegeben. Einige Verkehrsteilnehmer sind zeitweise auch etwas angespannt gewesen. So ist es bei dem Start in Neugraben zu einigen erhitzen Wortwechseln zwischen einem Verkehrsteilnehmer, den Radfahrern und der Polizei gekommen. Die Lage beruhigte sich aber sehr schnell wieder und die Fahrt konnte starten.

Am Nachmittag traten auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) in die Pedale und radelten vom U-Bahnhof Ritterstraße bis zum Rathausmarkt. Auf der Abschlusskundgebung sagte Tschentscher: „Wir können nicht die ganze Stadt innerhalb eines Jahres auf den Kopf stellen, aber wir kommen sehr gut voran und geben viele Millionen dafür aus, bessere Radwege herzustellen“. Das müsse nun Jahr für Jahr so weitergehen. Ziel des Senats sei es, den Anteil des Fahrradverkehrs im kommenden Jahrzehnt von zwölf auf 25 Prozent zu steigern, sagte die Radverkehrskoordinatorin des Senats, Kirsten Pfaue, in einem Grußwort.

Der Hamburger Oberbürgermeister Peter Tschentscher auf der Kundgebung

Organisator der Kundgebung nach der Sternfahrt ist das Bündnis „Mobil ohne Auto“. „Der Senat hat erste Schritte zur Fahrradstadt gemacht und hat viele Kreuzungen umgestaltet. Das kann aber nur der Anfang einer optimalen Verkehrsgestaltung sein“, sagte Bündnis-Vorstand Uwe Jancke. Er fordert auch Abbiege-Assistenten für Lastwagen.

 

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