Gedenken des Mordopfer Jorge Gomondai

ca. 150 Menschen gedachten Mittwochnachmittag dem 1991 in Dresden ermordeten Jorge Gomondai. Mit der Veranstaltung erinnerten sie an den Mozambiquaner, der vor 25 Jahren  von Rechtsextremen ermordet wurde. Zugleich war die Veranstaltung Schlusspunkt der internationalen Wochen gegen Rassismus.

Hussein Jinah, Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Dresden erinnerte sich: “ Jorge wollte ein normales Leben in Dresden führen“. Morgado-Vasco Muxlhanga, der wie Jorge Gomondai Anfang der 80er als Vertragsarbeiter nach Dresden kam, sagte: “ Auch 25 Jahre danach trauern wir um dich“. Er erzählte weiterhin aus dem Leben von Jorge Gomondai, wie sie in Dresden in der Fleischverarbeitung arbeiteten, an Stadteilfesten teilnahmen und  Fußball mit anderen Jugendlichen spielten, bis er von Rechtsextremen in der Straßenbahn angegriffen und aus ihr geworden wurde.

Kristina Winkler,Hussein Jinah und Morgado-Vasco Muxlhanga
Kristina Winkler,Hussein Jinah und Morgado-Vasco Muxlhanga

Dresdens Ausländerbeauftragte Kristina Winkler zog Bilanz, was bisher geschehen ist, und erinnerte die Anwesenden das jeder etwas tun könne um den Alltagsrassismus und die Gewalt gegen Ausländer zu bekämpfen.Das Engagement sei tägliches Gedenken der Opfer wie Gomondai oder auch Marwa El-Sherbini sagte sie mit Blick auf 477 rechtsextreme Angriffe in Sachsen im vergangenen Jahr.

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