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Pegida am 01. Mai in Dresden

Gegenprotest bei der 1. Mai Demo von pegida in Dresden

Gegenprotest bei der 1. Mai Demo von pegida in Dresden

Pegida traf sich wie jeden Montag auch am 01. Mai in Dresden.

Neben der 1. Mai Demonstration der Partei „Die Rechte“ in Halle sind wir auch noch in Dresden gewesen um über die Demonstration von Pegida zu Berichten.

Die Veranstaltung von Pegida wurde gegen 16:15 Uhr auf dem Schlossplatz offiziell eröffnet.
Auf der „Brühlschen Terrasse“ fand zeitgleich eine Veranstaltung von „Nationalismus raus aus den Köpfen“ statt.
An die 100 Teilnehmer*innen protestierten lautstark mit Transparenten in Hör- und Sichtweite gegen Pegida.

Während der Eröffnungsrede von Pegida, kam es am Rand der Veranstaltung immer wieder zu „Schubsereien“ zwischen Pegida Ordnern und nicht an der Veranstaltung teilnehmenden jungen Menschen. Missfiel den Ordnern eine Person, wurde schnell selbst Hand angelegt und dieser von der Veranstaltungsfläche geschubst und gedrängt.
Seitens der Polizei wurde das grobe Anfassen und schubsen von den Ordnern stillschweigend geduldet.

Pegida Ordner versuchen sich mal wieder als Polizisten und räumen einen Teilnehmer aus der Veranstaltung

Nach dem die meisten Pegida Teilnehmer*innen den Schlossplatz für ihren Spaziergang verlassen hatten, wagten sich zwei junge Menschen zu den verbliebenen Pegida Teilnehmer*innen. Sie wollten mit ihnen ins Gespräch kommen.
Nach einigen Beleidigungen, erklärte sich ein Herr bereit, mit ihnen zu reden. Überraschenderweise entstand zur Abwechslung ein respektvoller und friedlicher Dialog miteinander. Die vorher pöbelnden Teilnehmer*innen äußerten sich über das Interesse an ihrer Meinung nun positiv.
Jedoch wurden die zwei jungen Menschen und zwei zuhörende Journalisten von einem Ordner als Provokation empfunden. Innerhalb weniger Minuten, wurden alle vier von einigen Beamte*innen der Polizei aufgefordert den Veranstaltungsplatz zu verlassen. Eine Identitätsfestellung wurde vor genommen. Anschließend wurde allen vier Beteiligten ein Platzverweis ausgesprochen.
Als die Journalisten darauf hin das sofortige Gespräch mit dem Einsatzleiter verlangten und sich über die Behinderung der Pressearbeit beschwerten, wurde der Platzverweis für sie sofort wieder aufgehoben. „Man hätte sich da jetzt doch anders entscheiden.“ teilte ein Polizist mit.

Auch danach wurde ein weiterer Journalist von Pegida Ordnern bei einigen Beamte*innen der Polizei als „Antifa Fotograg“ beschuldigt, worauf hin auch dieser Journalist von der Veranstaltung entfernt wurde. Erst danach realisierten die Beamt*innen das es es sich um einen Journalist handelte. So wurde jegliche Berichtserstattung von diesen Beamt*innen unterbunden.

Während dieser Zeit sammelten sich einige Gegendemonstrant*innen auf dem Schlossplatz und machten es sich still sitzend gemütlich. Die Polizei konnte jedoch nicht mehr frei agieren, da die Pegida Teilnehmer*innen von ihrem Spaziergang bereits zurückkehrten. Die sitzende Gruppe wurde beleidigt und massiv bedroht. Lutz Bachmann beschuldigte öffentlich die Gruppe des Drogenbesitzes und forderte die Polizei auf, die Gruppe von der Veranstaltung zu entfernen.
Dies geschah jedoch nicht. Die Gruppe wurde daraufhin offiziell von Pegida „aufgenommen“ und geduldet. In einer Rede wurde betont, dass die Teilnehmer*innen von Pegida friedlich und gewaltlos seien. Unter anderen Umständen könnte sonst die kleine Gruppe nicht sitzen bleiben.

Eine kleine Gruppe von Menschen aus dem Gegenprotest setze sich vor die Bühne

Die Aktivist*innen der Gruppe wurden nach der Pegida Veranstaltung Richtung Fürstenzug abgeführt. Noch verbliebene Pegida Teilnehmer*innen bedrohten erneut die Gruppe und fotografierten und filmten die Polizeimaßnahme.
Eine Identitsfestellung wurde vorgenommen und mindestens eine Demonstrantin wurde umfangreich durchsucht. Diese Maßnahme wurde vorgenommen, da die Gruppe eine genehmigte Veranstaltung gestört hätte. Da von der Gruppe keine Sprechchöre oder ähnliches zu hören war, zählt wohl alleine die Anwesenheit als eine Störung.

Die Teilnehmer*innen von „Nationalismus raus aus den Köpfen“ warteten in der Nähe des Fürstenzuges, bis alle wieder gehen durften.

Im Gespräch mit den Teilnehmer*innen der „Sitzblockade“ stellte sich heraus, dass von Pegida Teilnehmer*innen mindestens eine Ampulle mit einer stinkenden Flüssigkeit (wahrscheinlich erneut Buttersäure) auf die sitzenden Aktivist*innen geworfen wurde. Die Ampulle zerschellte als sie auf dem Boden aufkam und traf mehrere Teilnehmer*innnen auf der Kleidung. Reste der Ampulle und eine übel riechende Pfütze konnte auf dem Schlossplatz dokumentiert werden.

Auf die Aktivisten vor der Bühne wurde eine Ampulle mit einer schlecht riechenden Flüssigkeit geworfen

 

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