Thügida Demonstration in Dresden

Unter dem Motto: „Pro Marine Le Pen“ veranstaltete die neonazistische „Wir lieben Sachsen / „ Thügida “-Bündnis“ in Dresden auf dem Neumarkt eine Demonstration.

Knapp 200 Menschen aus unterschiedlichen Bundesländern folgten diesem Aufruf des Thügida Bündnisses. Als Redner*innen waren unter anderem Kay Hönicke, Ignaz Bearth und Uta Nürnberger vor Ort.

Zeitgleich fanden zwei Gegenproteste statt.
Ab 13:30 Uhr begann eine Demonstration unter dem Motto: „Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa“.
Ab 14:00 Uhr war eine Kundgebung von „Nationalismus raus aus den Köpfen“ direkt am Neumarkt angemeldet. Hier war ein Protest in Hör- und Sichtweite während der gesamten „Thügida“ Veranstaltung möglich.
An den zwei Gegenprotesten beteiligten sich zwischen 350 und 500 Menschen.

Eine der Demonstrationen gegen Thügida
Eine der Demonstrationen gegen Thügida

Nachdem „Thügida“ ihre Veranstaltung eröffnet hatte, setzte sich die Demonstration „Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa“ in Bewegung.
Am Neumarkt beginnend verlief die Route Richtung Rathausplatz. Die hier geplante Zwischenkundgebung wurde nicht abgehalten. Dafür wurde die nächste Zwischenkundgebung am Kulturpalast länger gehalten. Anschließend ging es weiter über die Wilsdruffer Straße zum Postplatz. Vor dem „Staatsschauspiel Dresden“ gab es erneut eine Zwischenkundgebung. Über den Zwingerteich und dem Terassenufer erreichte die Demonstration den Theaterplatz. Hier wurde die Ankunft, der „Thügida“ Teilnehmer*innen erwartet. Ein lautstarker Protest in Hör- und Sichtweite war möglich.

Während die „Thügida“ Teilnehmer*innen auf dem Schlossplatz eine Zwischenkundgebung abhielten, bauten sich zwei Sitzblockaden des Gegenprotestes auf der Ausgustusstraße (Höhe Fürstenzug) auf. Hier sollten die „Thügida“ Teilnehmer*innen vorbei kommen.
Die Sitzblockaden blieben bestehen und und so wurde „Thügida“ über die Schlossstraße geleitet.

Die Sitzblockade am Fürstenzug
Die Sitzblockade am Fürstenzug

Hier entstand spontan eine erneute kleine Sitzblockade. An dieser wurden die Teilnehmer*innen von „Thügida“ vorbei geführt.
Auch ein Kutscher blockierte kurzzeitig den Durchgang am „Georgentor“. Die Identitäten des Kutschers und der Teilnehmer*innen dieser Sitzblockade wurden festgestellt.
Seitens der Polizei wurde eine ID Maßnahme bei den Sitzblockaden auf der Augustusstraße angedroht. Jedoch konnte diese nicht durchgeführt, da die Teilnehmer*innen plötzlich und rennend aus den Blockaden verschwanden.

Auf dem Neumarkt trafen alle Veranstaltungen wieder aufeinander.
Die Veranstaltung von „Thügida“ wurde mit allen Strophen des Liedes der Deutschen von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben unter lautstarkem Gegenprotest beendet.

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